Erdbeersmoothies, Bratkartoffeln und selbstgebackene Kuchen – gemeinsame Charity-Aktion vom KC Kiel und Tangent

Gemeinsame Charity-Aktion vom KC Kiel und Tangent
v.l.: Hartmut Stegemann, Präsident Klaus Reese, Frank Rubin, Tangent-Gründungspräsidentin Beate Ernst bei der Übergabe an Kiels ehemalige Oberbürgermeisterin und Schirmherrin der Stiftung „Bildung macht stark“ Angelika Volquartz (Mitte) Foto: C. Müller

Am 15. Juni war es wieder soweit – der Tag des offenen Hofes wurde in ganz Schleswig-Holstein ausgerichtet und mehr als 30 Höfe von Klintum nahe der dänischen Grenze bis Barsbüttel vor den Toren Hamburgs beteiligten sich. 

Auch der Hühnerhof Postkamp in Altenholz von Kiwanis-Mitglied Hartmut Stegemann war dabei und natürlich auch alle anderen vom Kiwanis-Club Kiel, denn wir wollten uns wieder um die Zubereitung und den Verkauf von Speisen und Getränken kümmern. Und weil es gemeinschaftlich besser geht, war der Tangent-Club Kiel mit im Boot. Die 14 Frauen des 2010 gegründeten Clubs verkauften Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

Schon am Samstag ging es los, Bierzeltgarnituren mussten in der großen, leergeräumten Scheune und draußen aufgebaut, die riesigen Pfannen für die Bratkartoffeln bereitgestellt und die Tische und Wände dekoriert werden. Außerdem mussten mehr als 20 kg Erdbeeren entkelcht werden, denn wir wollten ein neues Produkt, einen Erdbeersmoothie anbieten.

Am Sonntag ging es dann richtig zur Sache. Um 9.30 Uhr, wenn andere Leute noch beim Frühstück sitzen, wurden die Bratpfannen angeheizt, der Speck angebraten, Grillwürstchen auf den Rost gelegt und das erste Bier gezapft. Die ersten Gäste kamen bei schönstem Sommerwetter schon eine halbe Stunde später auf den Hof und wollten versorgt werden. 

Die Spielwiese mit Hüpfburg und anderen Attraktionen, die Führungen durch die Stallungen und über den Hof, der Besuch des Hofladens, all das macht hungrig und durstig. Die Kiwanier hatten bis zum späten Nachmittag alle Hände voll zu tun, für das leibliche Wohl der mehr als 4000 Besucher zu sorgen. 

Und es zeigte sich: mit Erbeersmoothies, Bratkartoffeln und selbstgebackenen Leckereien lässt sich gutes Geld verdienen. Die Gäste konnten sich vor Ort informieren, welchen sozialen Einrichtungen der Erlös aus dem Speisen- und Getränkeverkauf zufließen würde. Vielleicht war das zusätzliche Motivation, doch noch ein wenig mehr zu verzehren oder auf das Wechselgeld zu verzichten, denn es kamen insgesamt 2000 Euro zusammen, die sich die beiden Clubs teilten. 

Wir vom Kiwanis-Club haben unseren Anteil von 1000 Euro an die von der Landeshauptstadt Kiel gegründete Stiftung „Bildung macht stark“ gespendet. Für uns ist eine tägliche warme Mahlzeit selbstverständlich und wir wissen, dass dies für Kinder eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen darstellt, aber in Kiel allein gibt es mehr als 2000 Kinder, die ohne warmes Essen auskommen müssen. Das möchte die Stiftung ändern: sie stellt den gesetzlich geforderten Eigenanteil von einem Euro pro Schultag für ein warmes Mittagessen zur Verfügung, um damit benachteiligten Kinder zu helfen, deren Eltern es nicht möglich ist, diesen Euro aufzubringen. 

Nach diesem langen und arbeitsreichen Tag waren sich alle einig, der Einsatz hat sich wirklich gelohnt. Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei!

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die Familie Stegemann und das engagierte Team vom Hühnerhof Postkamp, denn ohne sie und ihr großartiges Engagement wäre diese wunderbare Charityaktion niemals möglich gewesen.